Die Bibliothek

Ein leises Flüstern und das unverkennbare Kratzen von Schreibfedern auf Papier dringt aus einem großen, weißen Zelt. Ein neugieriger Blick und auch das Schild mit der entsprechenden Aufschrift verrät, dass dies die städtische Bibliothek sein muss. Emsig sortieren angestellte Helfer Schriftrollen in die Regale, füllen Bibliotheksausweise aus oder kopieren konzentriert Texte für die stetig wachsende Sammlung verschiedenster Schriften. Gelehrsame Besucher der

Bibliothek sitzen auf langen Bänken an Tischen, auf denen sich Bücher, Schriftrollen und Papyri stapeln.

Es erscheint alles normal, bis sich der Blick auf Details lenkt, die den Besucher stutzen lassen –Darstellungen und Schreine von tierköpfigen Gottheiten, Bänder mit Hieroglyphen, goldene und bronzene Figuren in eigentümlicher Pose, das immer wiederkehrende Symbol des Skarabäus´ – ja, hier weht der Hauch einer längst vergangenen Kultur.

Man könnte meinen, dass dies nur der Sammlerleidenschaft der Bibliothekarin entsprungen sei, würde sie nicht selbst einen hinter ihrer goldenen Totenmaske heraus anblicken und freundlich mit bandagierter Hand auf einen freien Platz an den Tischen hinweisen.

Ist der erste Schrecken überwunden, so erscheinen die mumifizierte Gelehrte sowie die streng dreinblickenden Wachen, die steinernen Figuren gleich starr im hinteren Bereich der Bibliothek stehen, geradezu passend, denn welches Wissen aus vergangenen Zeiten mögen sie in sich tragen, welches älter ist, als die ältesten Schriften in dieser Sammlung des Wissens?

Man munkelt gar, dass der Herrscher jener mysteriös anmutenden Gestalten seine Hand wachend und schützend über die Bibliothek hält und sich zeitweise gar selbst in der Nähe befindet….

Die Botschaft

Nehekhara. Vielleicht ist es namentlich einigen Gelehrten ein Begriff. Doch ist dieser Name bereits lange im Sand der Zeit vergraben und nur auf brüchigem Papyrus festgehalten. So ist es zumindest anzunehmen.

Hier jedoch, in der Stadt Aldradach, befindet sich ein lebendiges Zeugnis der Vergangenheit. Ein Hauch der Ewigkeit umfängt den Besucher, der sich der fremd anmutenden Botschaft nähert. Es ist beinahe so, als ob

die Atmosphäre es regelrecht gebietet mit einem ehrfürchtigen Schweigen näherzutreten. Es wird geflüstert, dass dort die Vertreter des alten Volkes eine mittlerweile feste Institution auf den Dracheninseln errichtet haben.


Wagt man den Gerüchten Glauben zu schenken, so wird dieser Ort während der Festtage von einem alten Herrscher des Volkes besucht, einem Herrscher, dessen Titel durch die Äonen schallt – Pharao! Die, deren Herzen ohne Fehl sind, erhalten Asyl in der Botschaft des Volkes, dessen Äußeres manch einem einen Schauer über den Rücken jagen mag.

Doch nicht nur die mumifizierten Angehörigen der Nehekharis prüfen strengen Blickes jene, die ein Anliegen vortragen. Neben der Botschaft befinden sich Schreine, welche fremdartigen Gottheiten geweiht sind. Die eine wird als Mann mit Falkenkopf und exotischer Krone dargestellt. Die andere als ehrwürdiger Mann mit ebenfalls bekröntem Haupt in Mumienbinden gewickelt, angetan mit Zierbart, Krummstab und Geißel. Vor ihnen knien sterbliche und unsterbliche Menschen, die leise murmelnd Gebete sprechen und Opfergaben darbringen. Ein glühender Funke Hoffnung scheint in ihnen zu ruhen.

Lässt man sich von all diesen Gegebenheiten nicht einschüchtern, so stehen die Chancen nicht schlecht, in der Gunst des Erhabenen Pharaos zu stehen, in dem man sich kleineren Aufgaben für die merkwürdigen Fremden aus einer längst vergangenen Epoche annimmt.


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